Politikunterricht · Klasse 10BFE
Im Rahmen des Politikunterrichts beendete die Klasse 10BFE kurz vor den Sommerferien ihr Unterrichtsvorhaben zum Thema Rechtsextremismus mit einem außerschulischen Lernort in Kassel. Begleitet von Frau Kuhnsch und Herrn Legel nahm die Lerngruppe an dem politischen Stadtrundgang „Kein Schlussstrich unter was?“ der Kopilotinnen e. V. teil.
Ausgangspunkt des Rundgangs ist der Mord an Halit Yozgat, der im April 2006 in seinem Internetcafé in der Holländischen Straße in Kassel ermordet wurde. Yozgat war das neunte Opfer der bundesweiten Mordserie des NSU, die sich von 2000 bis 2007 gegen Menschen mit Migrationsgeschichte richtete. Nach der Selbstenttarnung des NSU-Kerntrios im Jahr 2011 wurde deutlich, dass die Morde aus rassistischen und rechtsextremen Motiven begangen worden waren.
Der Stadtrundgang bezieht dabei sehr authentische Orte direkt in Kassel mit ein. Er vermittelt grundlegende Einblicke in unterschiedliche Facetten des NSU-Komplexes – vom „V-Mann“ bis zum Mord an Walter Lübcke.
Wie geht Deutschland fast 20 Jahre später mit rechter Gewalt, Rassismus und den Folgen dieser Verbrechen um – und was hat sich seitdem verändert?
Impressionen vom Stadtrundgang in Kassel
So wurde der Abschluss des Unterrichtsthemas auch vor Ort erlebbar. Die Eindrücke förderten historisch-politische Bildung, Erinnerungskultur, Empathie für Betroffene rechter Gewalt und die Reflexion über Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Natürlich durfte bei einem gemeinsamen Ausflug auch der Spaß nicht fehlen: Zum Abschluss ging es noch in die JumpHalle. Das gemeinsame Erleben war ein abwechslungsreicher Abschluss vor den Sommerferien.
